Aufgrund des exponentiellen Wachstums der digitalen Werbung stehen Publishern, die ihre Websites durch den Verkauf von Werbeflächen monetarisieren möchten, mehr Anzeigenoptionen als je zuvor zur Verfügung.
Aber welche Anzeigeneinheit soll man wählen? In einer Zeit, in der Benutzer immer häufiger Adblocker einsetzen, um den digitalen Lärm zu durchdringen, und die Bannerblindheit auf einem Allzeithoch ist, müssen Publisher klügere Entscheidungen treffen, um die Sichtbarkeit der Anzeigen und laufende Werbeeinnahmen sicherzustellen.
Um diesen Problemen entgegenzuwirken, wurden Sticky Ads entwickelt.
Sticky Ads sind genau das: Anzeigen, die auf dem Bildschirm haften bleiben, während der Benutzer auf der Seite nach unten scrollt. In diesem Artikel werden die technischen Aspekte von Sticky Ads, ihre Vor- und Nachteile und die ersten Schritte erläutert.
Was genau ist eine Sticky Ad?
Sticky Ads oder Anchor Ads sind Anzeigen, die sichtbar schweben, während ein Benutzer durch den Inhalt einer Webseite scrollt. Die Anzeige hat eine feste Position und bleibt für die Dauer der Benutzersitzung im Ansichtsfenster haften. Das bedeutet, dass sie für den Benutzer unabhängig von der Scrolltiefe beim Browsen sichtbar bleibt.
Sticky Ads sind sowohl auf Desktop- als auch auf Mobilgeräten verfügbar.
Arten von Sticky Ads
Es gibt zwei Haupttypen von Sticky Ads: vertikale und horizontale Sticky Ads. Dies sind die beiden Sticky Ad-Typen, die Google Ad Manager zur Verfügung stellt.
Hier sind die Einzelheiten.
Horizontale Sticky Ads
Horizontale Sticky Ads werden oben oder unten auf der Webseite angezeigt und erstrecken sich im Querformat normalerweise über den gesamten Bildschirm.
Vertikale Sticky Ads
Vertikale Sticky Ads haben Hochformat und werden vertikal im Seitenleisteninhalt einer Webseite angezeigt.
Wie Sticky Ads funktionieren
Sticky Ads bleiben für Nutzer beim Scrollen auf einer Webseite sichtbar. Sie gewährleisten, dass eine Anzeige für die Zielgruppe während des gesamten Webseitenbesuchs sichtbar bleibt. Hier einige wichtige Funktionen.
Feste Position: Sticky Ads werden im Sichtfeld des Nutzers „festgeklebt“, sodass sie immer sichtbar sind, unabhängig davon, wie weit der Nutzer auf einer Webseite nach oben oder unten scrollt.
Flexible Platzierung: Sticky Ads können horizontal am oberen oder unteren Bildschirmrand oder vertikal in den Seitenleisten positioniert werden.
Gerätekompatibilität: Sticky Ads funktionieren sowohl auf Desktop- als auch auf Mobilgeräten.
Nutzererfahrung (UX): Obwohl Sticky Ads die Sichtbarkeit von Anzeigen für Publisher verbessern, sollte deren Design nicht dazu führen, dass Nutzer daran gehindert werden, den Hauptinhalt einer Seite zu sehen, da dies die UX der Seite beeinträchtigen würde.
Technische Umsetzung: Publisher können Sticky Ads mithilfe von HTML und CSS einrichten. WordPress und andere Content-Management-Systeme bieten Plugins an, die die Implementierung von Sticky Ads vereinfachen.
So schalten Sie Sticky Ads über den Google Ad Manager
Um Sticky Ads über Google Ad Manager zu schalten, gehen Sie wie folgt vor:
- Melden Sie sich bei Google Ad Manager an und gehen Sie dann zum Haupt-Dashboard.
- Im Hauptnavigationsmenü gehen Sie zu Inventar>Inventarregeln>Herausgebererklärungen.
- Wählen Sie den richtigen Anzeigentyp aus, den Sie konfigurieren, z. B. Display.
- Klicken Sie auf „Neue Anzeige-Herausgebererklärung“ (oder das Äquivalent für Ihren Inventartyp).
- Geben Sie Ihrer Deklaration einen aussagekräftigen Namen, zum Beispiel „Sticky Ad Inventory“.
- Gehen Sie zum Abschnitt „Targeting“ und wählen Sie dann die Anzeigeneinheiten oder anderes Inventar aus, die als Sticky Ads angezeigt werden sollen.
- Suchen Sie die Option „Sticky Ads“ und aktivieren Sie dann das Kontrollkästchen, um anzugeben, dass für das ausgewählte Inventar Sticky Ads ausgeliefert werden sollen.
- Klicken Sie auf Speichern, um Ihre Erklärung abzuschließen.
Weitere Informationen finden Sie in der Google Ad Manager-Hilfe.
Vor- und Nachteile von Sticky Ads
Angesichts des zunehmend aufdringlichen Werbelärms im digitalen Raum und der sogenannten Bannerblindheit ist es für Werbetreibende immer schwieriger geworden, die Nutzer dazu zu bringen, ihre Anzeigen zu sehen, geschweige denn darauf zu klicken.
Bei richtiger Implementierung können Sticky Ads jedoch die Bannerblindheit überwinden, ohne zu aufdringlich zu sein oder eine schlechte Benutzererfahrung zu bieten.
Wie alle Anzeigenformate haben Sticky Ads Vor- und Nachteile. Publisher sollten diese sorgfältig abwägen, bevor sie entscheiden, ob Sticky Units die richtige Wahl für ihre Websites sind.
Im Allgemeinen kommen Sticky Ads sowohl Publishern (Verkaufsseite) als auch Werbetreibenden (Käuferseite) zugute, da die Sichtbarkeit der Anzeige und die Verweildauer erhöht werden.
Vorteile von Sticky Ads
- Sticky Ads sorgen für eine bessere Sichtbarkeit.
- Sticky Ads erfüllen standardmäßig die Mindestrichtlinien von IAB und MRC zur Anzeigensichtbarkeit. Dies bedeutet, dass 50 Prozent der Creative-Pixel der Displayanzeige eine Sekunde lang sichtbar sind.
- Sticky Ads sind weitgehend unaufdringlich. Während andere Werbeformate mit höherer Sichtbarkeit störend und aufdringlich sein können, sind Sticky Ads dezent und beeinträchtigen nicht den organischen Inhalt der Webseite.
- Sticky Ads gibt es in verschiedenen Größen und sie können an unterschiedlichen Stellen auf einer Seite platziert werden.
- Es hat sich gezeigt, dass sie einen höheren Tausender-Kontakt-Preis (TKP) erzielen und die gesamten Werbeeinnahmen steigern.
- They can be targeted by header bidding and Google Ad Exchange, resulting in more auction pressure.
- Sie können für verschiedene Gerätetypen individuell angepasst werden.
Nachteile von Sticky Ads
- Nicht alle Werbenetzwerke erlauben die Einbindung von Sticky Ads. Facebook verbietet sie komplett, während Google AdSense sie nur mit der Anchor-Ad-Einheit zulässt. Verstöße gegen diese Regeln können zur Sperrung von Publisher-Konten führen.
- In manchen Fällen, insbesondere bei großen, auffälligen Werbeanzeigen, können diese zu einer schlechten Nutzererfahrung führen.
- Zu viele aufdringliche Werbeanzeigen oder Werbeanzeigen mit ressourcenintensivem Code können eine Webseite verlangsamen.
- Kann die Leistung anderer Anzeigen auf Webseiten negativ beeinflussen.
- Sticky Ads erfordern hinsichtlich ihrer Implementierung und Anpassung ein gewisses Maß an technischem Fachwissen.
Erfrischende, ansprechende Anzeigen
Ad Refreshing ist die Praxis, Anzeigen auf einer Webseite innerhalb derselben Benutzersitzung automatisch neu zu laden, ohne dass die Benutzer die Seite manuell aktualisieren müssen.
Das Aktualisieren von fixierten Anzeigen sowie anderer Anzeigen ist vorteilhaft, da es die Anzeigeneinblendungen und die damit verbundenen Einnahmen erhöht. Außerdem verbessert es die Relevanz der Anzeigen für die Nutzer und somit deren Interaktion. Die Aktualisierung von Anzeigen kann durch Zeitintervalle, Nutzeraktionen wie Scrollen oder andere vordefinierte Aktionen aktiviert werden.
Zu den Best Practices für die Aktualisierung von Anzeigen gehören:
- Um die Ermüdung des Benutzers zu vermeiden, sollten angemessene Aktualisierungsintervalle (mindestens 30 Sekunden) festgelegt werden.
- Sichtbarkeitsbasierte Auslöser werden gegenüber zeitbasierten bevorzugt.
- Die Leistungskennzahlen wie Cost Per Mille (CPM), Click-Through-Rate (CTR), Revenue Per Session (RPM), Benutzeraktivität, Scrollverhalten und Sichtbarkeit werden ständig überwacht, um sicherzustellen, dass eine Strategie zur Aktualisierung der Anzeigen effektiv ist.
Um Sticky Ads zu aktualisieren, richten Sie in Google Ad Manager Aktualisierungsauslöser ein, wozu auch die Definition des minimalen Zeitintervalls zwischen den Anzeigenaktualisierungen gehört.
Kurz gesagt, sollten Werbetreibende und Verlage geeignete Strategien zur Aktualisierung von Anzeigen in ihre Werbekampagnen integrieren, um die Nutzererfahrung ihrer Zielgruppen zu verbessern.
Tipps zur Implementierung von Sticky Ads auf einer Website
Verlage können diese Richtlinien bei der Implementierung von Sticky Ads auf einer Website befolgen:
- Bleiben Sie bei gängigen Größen: Um Ihre Nutzer nicht zu frustrieren, verwenden Sie am besten nur die folgenden Sticky-Ad-Größen (gemessen in Pixeln): 300x250, 160x600, 300x600.
- Beachten Sie die Richtlinien von Google Chrome: Laut Google sollte eine Sticky-Anzeige zu keinem Zeitpunkt mehr als 30 % des Bildschirms bedecken.
- Vertikale und horizontale Elemente: Pro Ansichtsfenster wird nur ein vertikales und ein horizontales Sticky-Element angezeigt.
- Klebrig und unbeweglich: Klebrige Anzeigen müssen jederzeit unbeweglich bleiben.
- Überladen Sie Ihre Seite nicht: Achten Sie auf ausreichend Freiraum zwischen der Anzeige und den übrigen Inhalten.
- Halten Sie Ihre Anzeigen unauffällig: Unterbrechen oder lenken Sie Ihre Nutzer nicht ab, indem Sie übermäßig grelle Farben oder auffällige Elemente in Ihre Anzeigen einbauen.
- Machen Sie das Abschalten einfach: Nichts ist ärgerlicher als eine übermäßig große oder grelle, aufdringliche Werbung, die sich nicht schließen lässt.
- Mit dem Nötigsten sagen: Vermeiden Sie übermäßigen Text in Ihrer Anzeige, indem Sie den Text prägnant und auf den Punkt bringen.
- Gute, ansprechende Anzeigen sind responsiv: Stellen Sie sicher, dass sich Ihre Anzeige korrekt an unterschiedliche Bildschirmgrößen anpasst, insbesondere an die von Mobilgeräten.
Fügen Sie einen aussagekräftigen Handlungsaufruf (CTA) hinzu: Stellen Sie sicher, dass Ihre Nutzer wissen, wie sie auf die Anzeige reagieren sollen.
Was die Kennzahlen sagen
Es besteht kein Zweifel, dass die Messwerte für Sticky Ads zeigen, dass sie eine deutlich bessere Leistung erzielen als andere verfügbare Formate.
Making Senses hat kürzlich eine Studie zu Bannerwerbung und Sticky Ads durchgeführt, um die Leistung der Werbung zu messen. Dabei kommt Eye-Tracking-Technologie zum Einsatz, um den Fokus des Lesers innerhalb einer Seite zu isolieren, und KI-Technologie, um die empathische Auseinandersetzung des Lesers mit beiden Layouts zu messen und später zu vergleichen.
Die Ergebnisse der Studie waren wie folgt:
- Sticky Ads waren Banner-Anzeigen deutlich überlegen und erhielten neunmal so viele Klicks. Die Teilnehmer betrachteten die Ankeranzeigen in Echtzeit 300 % länger als die herkömmlichen Banner-Anzeigen.
- Als die Anzeige nach der Hälfte der Wiedergabezeit aktualisiert wurde, kam es zu einem zweiten Anstieg der Aufrufe, was auf eine anhaltende Zuschauerzahl hindeutete.
- Die Analyse der damit verbundenen emotionalen Daten zeigte, dass die Bannerwerbung zwar Gefühle wie Angst, Ekel und Traurigkeit hervorrief, die Ankerwerbung jedoch eher im Gedächtnis blieb und weiterempfahl.
Sticky Ad-Implementierung im Google Ad Manager
Innerhalb des Google Displaynetzwerks können Sticky Ads auf Standard-Webseiten – sowohl auf Desktop- als auch auf Mobilgeräten –, auf Standard-AMP-Seiten (Accelerated Mobile Pages) und in Apps implementiert werden.
Bei der Implementierung von Sticky Ads müssen Publisher, die ein Google Ad Manager-Konto verwenden, die folgenden Richtlinien einhalten.
Zunächst und vielleicht am wichtigsten müssen Publisher die Richtlinien des Google Ad Exchange-Verkäuferprogramms einhalten und besonders darauf achten, die Seite nicht mit zu vielen Anzeigen zu überladen. Publisher müssen sicherstellen, dass alle Anzeigen, die organischen Inhalt begleiten, einschließlich Sticky Ads, weniger Inhalt darstellen als die Menge an Inhalt auf dem sichtbaren Bildschirm oder im Ansichtsfenster.
Zu viele große Ankeranzeigen können den organischen Seiteninhalt behindern und dazu führen, dass Publisher, insbesondere Ad Exchange- und AdSense-Medienverkäufer, daran gehindert werden, Chrome-Nutzern Anzeigen bereitzustellen.
Nicht alle Werbenetzwerke erlauben Sticky Ad Content. Wir empfehlen Ihnen, sich vor dem Start bei Ihrem Werbenetzwerkpartner zu erkundigen.
Publisher, die mit Google Ad Exchange arbeiten, müssen Regeln festlegen, die ihre Existenz offenlegen. Dies bedeutet, dass sie eine neue Display-Publisher-Erklärung ausfüllen müssen. Diese Publisher-Erklärungen gelten für offene Auktionen, private Auktionen, First Look und Open Bidding.
Hier ist wie:
- Zunächst müssen sich Publisher bei ihrem Google Ad Manager-Konto anmelden.
- Klicken Sie hier auf InventarAdExchange-RegelnPublisher-Erklärungen.
- Wählen Sie als Nächstes den Inventartyp „Anzeige“ aus.
- Klicken Sie auf Neue Display-Publisher-Erklärung.
- Geben Sie einen Namen für Ihre Deklaration ein.
- Wählen Sie Ihre Optionen für die Anzeigenausrichtung aus.
- Aktivieren Sie abschließend unter „Sticky Ads“ das Kontrollkästchen, um anzugeben, dass das ausgewählte Inventar entweder vertikale oder horizontale Sticky Ads bereitstellt.
Sticky Ads bieten zwar zweifellos eine bessere Sichtbarkeit für Werbetreibende und höhere Erträge für Publisher, dies hängt jedoch maßgeblich von der korrekten Implementierung und Optimierung ab.
Diese Anzeigen müssen nahtlos und ohne Störungen in den Site-Inhalt integriert werden, um sicherzustellen, dass Sie die Vorteile dieses Anzeigenformats nutzen.
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FAQs
Was ist eine Haftanzeige?
Eine fixierte Anzeige bleibt sichtbar, während ein Nutzer auf einer Webseite nach oben oder unten scrollt.
Welche Größe haben Klebeanzeigen?
Sticky Ads gibt es in verschiedenen Größen. Die gängigsten (gemessen in Pixeln) sind 300x250, 160x600 und 300x600.
Erlaubt AdSense das Fixieren von Anzeigen auf dem Bildschirm?
Ja, AdSense erlaubt Sticky Ads, sofern diese strengen Richtlinien entsprechen, insbesondere bei der Verwendung auf Desktop-Geräten .
Welche Arten von Klebeanzeigen gibt es?
Es gibt zwei Hauptarten von Sticky Ads: horizontale und vertikale Anzeigen. Horizontale Anzeigen erscheinen am oberen oder unteren Rand einer Webseite, vertikale Anzeigen an den Seiten.